Video aus Überwachungskamera: Trayvon Martin; er war noch ein Kind

Video aus Überwachungskamera (im Original)

Kurz nach diesen Aufnahmen wurde Trayvon Martin (17) erschossen Sein Tod löste in den USA Debatte über Waffengesetze und Rassismus aus Video abspielenFall Trayvon Martin Überwachungsvideo kurz vor seinem Tod Quelle: ABC/BILD.de18.05.2012 —

21:09 UhrSanford (USA) – Es ist scheinbar ein gewöhnliches Video aus einer Überwachungskamera. Doch es zeigt die letzten Minuten im Leben von Trayvon Martin († 17): Der Junge kauft in einem Supermarkt Eistee und Süßigkeiten, bezahlt, verlässt den Laden. Kurz darauf fallen die tödlichen Schüsse. Die Kugel, die den schwarzen Teenager Trayvon Martin (17) tötete, kam aus nächster Nähe. Todesschütze George Zimmerman (28) schoss aus höchstens einem halben Meter Entfernung und traf Trayvon Martin ins Herz. Das geht aus Obduktionsergebnissen hervor, die die Polizei jetzt zur Verfügung stellte. Dieses und weitere Dokumente, Fotos und Audioaufzeichnungen können möglicherweise zur Aufklärung des Tathergangs beitragen. Zimmerman behauptet, er sei vor dem tödlichen Schuss von Trayvon Martin angegriffen worden. Die Staatsanwaltschaft ist sich hingegen sicher, dass Zimmerman die Todesschüsse auf den schwarzen Teenager provoziert hat. Ein jetzt veröffentlichtes Foto vom Tag des Vorfalls zeigt Verletzungen in Zimmermans Gesicht. Ein Polizist, der ihn am Abend vernahm, wird in dem 183 Seiten langen Polizei-Bericht mit der Aussage zitiert, Zimmerman habe aus der Nase und am Hinterkopf geblutet. Zudem sei sein Rücken nass und voller Gras gewesen, als habe er auf dem Boden gelegen. Ein Anwohner sagte der Polizei, er habe am Tatabend eine schwarze männliche Person in einem dunklen Kapuzenpullover gesehen, die im „Mixed-Martial-Arts-Stil auf einen am Boden liegenden Mann einschlug“. In einem aufgezeichneten Notruf ist im Hintergrund ein lauter Schmerzensschrei zu hören, gefolgt von einem Schuss. Von wem der Schrei stammt, ist umstritten. Der Vater von Trayvon Martin behauptet, die Stimme seines Sohnes zu erkennen. Zimmermans Vater hingegen sagte: „Meine Frau, Familienmitglieder, Freunde und auch ich selbst sind absolut sicher: Da schreit George um Hilfe!“ Vergrößern Toter Trayvon Martin Todesschütze schoss aus nächster NäheDie tödliche Kugel traf Trayvon Martin (l.) aus maximal einem halben Meter Entfernung: Möglicherweise wurde Todesschütze George Zimmerman zuvor von dem Teenager angegriffen Foto: dpa, Reuters1 von 17Zurück Weiter Toter Trayvon Martin Todesschütze schoss aus nächster NäheDer Tatort: Hier sprach George Zimmerman den schwarzen Teenager an, weil er ihm verdächtig vorkam. Unklar ist, ob Trayvon daraufhin zuschlug Foto: Reuters2 von 17Zurück Weiter Zurück Weiter Toter Trayvon Martin Todesschütze schoss aus nächster NäheMit dieser Pistole erschoss George Zimmerman den Teenager Foto: Reuters3 von 17Zurück Weiter Toter Trayvon Martin Todesschütze schoss aus nächster NähePolizei-Aufnahme des Todesschützen: Zimmerman hat Verletzungen im Gesicht. Stammen sie von einem Angriff von Trayvon Martin? Foto: Reuters4 von 17Zurück Weiter Toter Trayvon Martin Todesschütze schoss aus nächster NäheGeorge Zimmerman nach der Tat: Blut klebt an seinem Hinterkopf Foto: Reuters5 von 17Zurück Weiter Toter Trayvon Martin Todesschütze schoss aus nächster NäheEine Kugel am Tatort Foto: dapd6 von 17Zurück Weiter Toter Trayvon Martin Todesschütze schoss aus nächster NäheGeorge Zimmerman (28) sagt, er habe in Notwehr gehandelt. Er plädiert jetzt auf „nicht schuldig“ Foto: dpa7 von 17Zurück Weiter Toter Trayvon Martin Todesschütze schoss aus nächster NäheNach dem Tod von Trayvon Martin († 17) gehen die Menschen gegen Rassismus und für Gerechtigkeit auf die Straße – hier vor der New Yorker Stadtverwaltung Foto: AFP8 von 17Zurück Weiter Zurück Weiter Toter Trayvon Martin Todesschütze schoss aus nächster NäheIn Gedenken an Trayvon Martin († 17): Vor dem Repräsentanten-Haus sprach der Abgeordnete Bobby Rush in Kapuzenpulli und mit Sonnenbrille. Das brachte ihm jetzt Ärger ein Foto: dapd9 von 17Zurück Weiter Toter Trayvon Martin Todesschütze schoss aus nächster NäheDer Demokrat wurde wegen seines Outfits gerügt. 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Es gebe keinen Hinweis darauf, dass Trayvon Martin zur Zeit des Vorfalls am Abend des 26. Februar in irgendeine kriminelle Handlung verwickelt war. Laut Obduktionsbericht soll der 17-Jährige Marihuana im Blut gehabt haben. Unklar ist jedoch, ob der Teenager am Tatabend bekifft war. Marihuana lässt sich noch Wochen nach dem Konsum nachweisen. Zimmerman, der Mitglied einer Bürgerwehr ist, war Martin in einem ruhigen Viertel der Stadt Sanford begegnet. Der Teenager kam ihm angeblich verdächtig vor – offenbar allein, weil der Junge einen Kapuzenpullover trug. Laut Anklageentwurf alarmierte Zimmerman die Polizei, bezeichnete den Teenager am Telefon als „eines dieser Arschlöcher, dieser verdammten Punks, die ständig davonkommen“. Nach dem Telefonat wartete der Todes-Schütze nicht wie befohlen auf den Streifenwagen, sondern sprach Trayvon Martin direkt an. Zimmerman ist wegen Mordes mit bedingtem Vorsatz angeklagt. Im Fall eines Schuldspruchs droht ihm eine lebenslange Freiheitsstrafe. Er wurde gegen eine Kaution von 150 000 Dollar (114 000 Euro) freigelassen. Die Tötung des unbewaffneten Jugendlichen, der sich nach einem Einkauf in einem bewachten Wohngebiet auf dem Heimweg befand, führte in den USA zu einer heftigen Debatte über laxe Waffengesetze und Rassismus im Justizsystem. Die Polizei hatte Zimmerman nach einer vorübergehenden Festnahme zunächst wieder laufen gelassen. Sie berief sich dabei auf ein Gesetz, das den Bürgern in Florida das Recht zu schießen gibt, wenn sie sich ernsthaft bedroht fühlen. .

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